Der Handschriftenschatz von Ohrid (Makedonien)

KIF_9831.JPGRoumiana Decheva - Sofia, Jordan TRCA (Institute for the Protection of the Monuments of Culture and Museum – Ohrid), Erich Renhart, Universität Graz

_DSC0240.JPG Griechische Handschrift
_DSC0152.JPG Palimpsestierte Handschrift

Das VESTIGIA - Manuscript Research Centre der Karl-Franzens-Universität Graz hat Anfang Juni eine Forschungsreise nach Ohrid durchgeführt. Ziel war es, die dortigen Handschriften zu untersuchen, die konservatorischen Bedingungen zu erheben und die notwendigen Schritte zu einer allfälligen Restaurierung und Digitalisierung in die Wege zu leiten.

Die Reise sowie alle weiteren Arbeiten an dieser Sammlung überaus alter Handschriften werden in Zusammenarbeit mit unseren Partnern, dem Ivan-Dujcev-Institut der Kliment-Ohridski Universität Sofia durchgeführt.

Die Sammlung in Ohrid ist relativ gut erhalten. Zahlreiche Objekte sind jedoch durch die starke Feuchtigkeit beeinträchtigt. Einzelne Manuskripte sind bereits vom Schimmelbefall gezeichnet.

Die Sammlung besteht aus 89 griechischen Handschriften und vier slawischen. Letztere sind bereits erschlossen. Für die griechischen Objekte gibt es lediglich eine Inventarliste, welche sehr korrekturbedürftig ist.

Gesamtziel ist est, neben der Stabilisierung der Objekte aus restauratorischer Sicht die Digitalisierung des gesamten Bestandes sowie die Erstellung eines deskriptiven Kataloges.

Diese erste Arbeitsphase bisher wurde vom Zukunftsfonds des Landes Steiermark gefördert.
Verantwortlich Teilnehmende an diesem Projekt:
Dr. Erich Renhart (Leiter des Forschungszentrums VESTIGIA) DI Manfred Mayer (Leiter der Restaurierabteilung der UB Graz) Dr. Axinia Djurova (Leiter des Ivan-Dujcev-Institutes for Slavo-Byzantine Studies) Mag. art. Rumiana Decheva (Restauratorin am Ivan-Dujcev-Institut).


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Globalization, Digitization and Preservation of Cultural Heritage, Sofia, November 2006 : Tagungsband erschienen!

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Zu der im November 2006 in Sofia
http://slim.emporia.edu/globenet/Sofia2006/Index.htm
stattgefundenen großen Konferenz zu Digitalisierung und Bewahrung des historischen Schriftgutes ist nun der Tagungsband erschienen, leider noch nicht elektronisch zugänglich. Wir können nur den Beitrag des Grazer Projektes VESTIGIAund einige Fotos online anbieten.

Papers of Sofia


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Nachtrag zum Vorauer Evageliar: Der Bericht der Goldschmiedinnen

Eine Zusammenfassung des Projektes von Frau Ulrike Stoiber-Postlmair, Leiterin der Abteilung für Metalldesign der HTL Steyr, mehr . . .

Das „Vorauer Evangeliar“

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Lob der Dummies: Maquetten statt Originale

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Frau Prof. Nataša Golob gestaltete in den baulichen Überresten der ehemaligen Kartause Seitz (Žiče in Slowenien, zwischen Maribor und Celje), der ältesten Ansiedlung der Kartäuser im deutschen Sprachraum (1160 vom steirischen Markgrafen Ottokar III. gegründet) eine Dauerausstellung zur Geschichte des Klosters. Da sich dafür Originalhandschriften aus konservatorischen Gründen verbieten, lieferte die Restaurierwerkstätte der Universitätsbibliothek Graz vier Maquetten, perfekte Kopien der Originalhandschriften. Für den Laien sind die in den Vitrinen liegenden Dummies kaum als solche erkennbar.

Der Zeitaufwand für die Herstellung solcher Maquetten bewegt sich je nach Material und Technik des Einbandes, sowie der Oberfläche des Schriftträger und der Qualität der Schrift und der Buchmalerei zwischen 15 und 20 Stunden. Diese handwerklichen Glanzstücke werden aufgeschlagen auf Buchwiegen präsentiert, sind aus alterungsbeständigen Materialien gefertigt, und vermitteln dem Betrachter eine nahezu perfekte Illusion mittelalterlicher Buchkunst.

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