man nehme einen blöden Saibling . . .


Grazer Koch- und Arzneibuch von 1688


1688 erschien die zweite, unveränderte Auflage des anonymen Druckes von 1686. Es handelt sich bei den beiden Ausgaben um die frühesten gedruckten Kochbücher Österreichs. Der Text des Kochbuches ist schon seit einiger Zeit frei im Web zugänglich, nunmehr gibt es zusätzlich ein Rezeptregister mit den Zutaten und ein Glossar der verwendeten österreichischen Küchensprache des späten 17. Jahrhunderts. Oder haben sie gewusst, dass “blöd” in diesem Falle “zart” bedeutet?

Ein Imagefile bietet den Blick auf das Original der Grazer Universitätsbibliothek. Wir wollen in der Folge natürlich auch die übrigen  frühen Grazer Kochbuchdrucke durch Rezeptregister, Glossare  und  Imagefiles erschließen.

 

http://www.uni-graz.at/ub/sosa/druckschriften/dergedeckteTisch/index.php

http://www.uni-graz.at/ub/sosa/druckschriften/dergedeckteTisch/Kochbuchdruck.htm

 

Hans Zotter


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Virtueller Schauraum an der UB Salzburg



Virtueller Schauraum an der UB Salzburg

Barocke Bücher sind goldig, moderne treiben es bunt … jedenfalls, was den Einband betrifft. Die Universitätsbibliothek Salzburg präsentiert in ihrem virtuellen Schauraum Bucheinbände aus dem eigenen Bestand von der Gotik bis zum Jugendstil:

http://www.ubs.sbg.ac.at/sosa/einbaende/einb.htm

Noch ist es in erster Linie eine Freude für das Auge, doch sollen in absehbarer Zeit auch erklärende Texte abrufbar gemacht werden, die im Sinne der „Teaching Library“ ihren Beitrag zur Einbandkunde leisten.

Beatrix Koll

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Carl Gustav Calwer: Landwirthschaftliche und technische Pflanzenkunde. Stuttgart, 1852-1855.


Schon mal einen Happen von der „Venusbrust“ gekostet? Oder herzhaft in die „Winterschafsnase“ gebissen? Nein? Wer weiß … Denn bei diesen Namen handelt es sich um alte Obstsorten, und diese werden im Werk „Landwirthschaftliche und technische Pflanzenkunde“ von Carl Gustav Calwer in Wort und Bild vorgestellt.

Unter den 127 Birnensorten portraitiert er u.a. die süße „Venusbrust“, den „Großen Mogul oder Katzenkopf“ oder die „Sparbirne“ (keine Energiesparlampe!), aber auch die Apfelsorten überzeugen durch phantasievolle Namensgebung: da läuft einem doch das Wasser im Mund zusammen, wenn man sich vorstellt, in „Münchhausens gestreiften Glockenapfel“ zu beißen, in die „Rothe Winterschafsnase“ oder ein „Blauschwanz“-Kompott zu kochen …


http://www.ubs.sbg.ac.at/sosa/bdm/bdm1108.htm


Beatrix Koll

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Dissertationsprojekt in Graz:


Makulaturen liturgischer Handschriften im St. Lambrechter Bestand an der UB Graz

 

Ziel dieser im Rahmen einer Dissertation durchgeführten Arbeit ist die Erfassung aller makulierten liturgischen Handschriften, die als Umschlag, Vorsatz oder Falz- bzw. Lagenverstärkung in die Handschriften, Inkunabeln und Drucke des Benediktinerstiftes St. Lambrecht Eingang gefunden haben.

Die Katalogisierung der Makulaturen umfasst nicht nur eine inhaltliche Bestimmung des Geschriebenen: Auch die formalen Eigenschaften der Makulaturen (Größe, Spaltenbreite, Zeilenanzahl) und die Art der Einbindung (v. a. Vorsatz, Spiegel) werden untersucht. Durch das breit gestreute Spektrum der erfassten Daten der Trägerhandschriften (Einbandkatalog der SoSa Graz) und des buchbinderischen Aspektes des Phänomens Makulatur sollen auch Wissenschaftler benachbarter Disziplinen (Einbandforschung, Provenienz- und Besitzforschung) Zugang zu diesem Forschungsansatz finden.

Mag. Christopher Schaffer

 

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